Verfilmung eines Bestsellers

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Mann! Mann! Mann! Rico soll ein Ferientagebuch führen, aber das ist gar nicht so einfach für jemanden, der „tiefbegabt‘‘ ist. Rico kann zwar sehr viel denken, doch das dauert meistens etwas länger als bei anderen Leuten. Eines Tages begegnet er dem hochbegabten Oskar. Und die beiden sind ein prima Team! Sehr sympathische und amüsante Adaption des gleichnamigen mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Buches von Andreas Steinhöfel. ...


Sommerspaß am Kiekeberg

Sechs Wochen Ferienprogramm im Freilichtmuseum

Vom 22. Juli bis zum 31. August findet im Freilichtmuseum am Kiekeberg der Sommerspaß statt. Sechs Wochen lang laden täglich außer montags wechselnde Aktionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Mitmachen und Entdecken ein. Ein buntes Programm: Der Sommerspaß am Kiekeberg bietet auf dem Museumsgelände und in den historischen Häusern ein abwechslungsreiches Programm fü̈r die großen Ferien. Beim Kochen ü̈ber dem offenen Feuer finden Kinder heraus, wie Menschen damals lebten. Sie lernen alte Gerichte neu kennen. ...


Hamburger Ferienpass

Endlich Ferien!

„Auf los geht’s los“ ist das Motto des Hamburger Ferienpasses 2014 – und das aus gutem Grund. Ob Ferienaktivitäten im oder auf dem Wasser, bei Sportveranstaltungen drinnen oder draußen, viele Angebote halten nicht nur fit, sondern bringen auch jede Menge Spaß. Da können Sportarten wie Rugby, Squash, Lacrosse oder American Football ausprobiert werden – dazu hat man ja auch nicht immer die Gelegenheit. Kulturell wird natürlich auch wieder viel geboten: Theaterspielen oder zuschauen, z.B. beim KinderMitMachStück auf der Cap San Diego, Sprachschulen (erstmalig kann auch Chinesisch gelernt werden), Bastel- und Kunstkurse, Museen und Umweltkurse in der Natur. ...


Aktionstage im August im Feuerwehrmuseum Marxen

Sommerferien im Feuerwehrmuseum Marxen

Rund um das Feuerwehrmuseum Marxen gibt es am Sonnabend, dem 16. August ein buntes Mitmachprogramm. Teilnehmen können Kinder von 6 bis 13 Jahren. Das Kinderferienprogramm findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Buchholz und der Samtgemeinde Hanstedt statt. Kinder können die Feuerwehrfahrzeuge im Museum unter die Lupe nehmen und jede Menge Spannendes erfahren: Wie arbeitete die Feuerwehr frü̈her und wie arbeitet sie heute? Wie funktioniert eine Handdruckspritze und seit wann gibt es Drehleitern? Zwischen Spielen und Mitmach-Aktionen ist für eine Stärkung mit Essen und Getränken gesorgt. ...


Ferien-Erlebnis-Tage auf dem Museumsbauernhof Wennerstorf

Ferien! Werken, bauen, flechten und filzen!

Auf dem Museumsbauernhof Wennerstorf verbringen Kinder viel Zeit an der frischen Luft, erkunden den alten Hof und erfahren, wie man frü̈her auf dem Land lebte. An fü̈nf Tagen heißt es werken, flechten, bauen, stecken, basteln – Kinder erleben abwechslungsreiche Ferien auf dem Museumsbauernhof Wennerstorf. Am Montag, dem 25. August, bauen die jungen Handwerker eine Schatzkiste für ihre Geheimnisse und Schmuckstücke. Am Dienstag, dem 26. August, heißt es freie Bahn fü̈r die Kreativität. ...


Pfadfinder

Fähnlein Fieselschweif

Was haben die englische Königin, der erste Mann auf dem Mond, Neil Armstrong, und TV-Entertainer Harald Schmidt gemeinsam? Sie alle waren Pfadfinder. Hier können Kinder und Jugendliche, in der Regel ab dem 10. Lebensjahr, jede Menge Abenteuer in der Gruppe erleben. Die Sippe (kleinste Einheit eines Stammes) trifft sich wöchentlich an Heimabenden zum Spielen, Singen, Basteln, Toben – und es finden über das Jahr viele Wochenendfahrten im Zeltlager statt. Gern trifft man sich auch mit Gruppen aus ganz Deutschland oder aus dem Ausland. Höhepunkt des Jahres sind die Großfahrten in den Sommerferien. ...


Slotcar Racing Center

Die Carrerabahn in Übergröße

Slotcar, das ist Carrerabahn-Fahren in XXL-Format auf Formel-1-Niveau. Mit verschlungenen Kurven und auf bis zu acht parallelen Holzbahnen können im Slotcar Racing Center in Wandsbek sechs Mini-Versionen berühmter Formel-1-Strecken wie Le Mans oder Monza gefahren werden. Um Spaß an den Rennen mit den kleinen Flitzern zu haben, muss man kein Fan des Motorsports sein: Hier ist nicht nur Schnelligkeit gefragt, sondern auch eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Das kleine Auto muss gesteuert werden, und das Bremsen und Gasgeben sollte punktuell genau erfolgen, um möglichst an erster Stelle im Rennen abzuschneiden und vielleicht sogar den Siegerplatz zu ergattern. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Museum der Arbeit

Das Museum der Arbeit ist bekannt für tolle Aktionen, hier werden Erwachsenen und Kindern regelmäßig Arbeitsgänge vorgeführt, die es so entweder gar nicht mehr gibt oder nur noch sehr selten. Das ist immer beeindruckend und begeistert die Kinder verlässlich. Etwas anders ist es natürlich , wenn man an einem Tag hinfährt, an dem im Museum gar nichts los ist. Aber das passte gerade und lag auf dem Weg, da wollten wir uns das mal ansehen, zwei Sechsjährige und ich. Da gehen die Kinder dann ohne große Erwartungen hinein, Arbeit klingt nicht so spannend für sie, was soll da schon kommen? Aber na gut, im Museum ist ja immer irgendwas zu finden. ...


Geocaching

Schnitzeljagd quer durchs Gelände

Kinder und spazieren gehen? Dazu haben sie meistens genauso viel Lust wie bei Oma und Opa Kaffee zu trinken – nämlich gar keine. Um sie dennoch nach der Winterzeit an die frische Luft zu bekommen und auch gemeinsam etwas zu unternehmen, ist die GPS-Schnitzeljagd, auch Geocaching genannt, ideal. Benötigt werden ein GPS-Gerät und ein Internetzugang, und schon kann die Suche nach dem Schatz, dem sogenannten Cache, losgehen. Zu empfehlen ist die deutschsprachige Seite www.opencaching.de auf der man die Möglichkeit hat, die Koordinaten und Details eines Caches in einem gewünschten Gebiet zu bekommen. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Einfach mal aus der Stadt raus. Zu Fuß.

Es gibt Unternehmungen, die man als Hamburger gerne den Gästen der Stadt empfiehlt, zu denen man aber selbst gar nicht oft kommt. Das gilt etwa für Hagenbecks Tierpark, wo viele nur hingehen, wenn sie eigene Kinder oder Enkel oder dergleichen haben, das gilt aber auch für eine Hafenrundfahrt, die man nur macht, wenn die Verwandtschaft aus dem Binnenland da ist, und das wird sicher irgendwann auch für die Elbphilharmonie gelten, in die man später nicht zu den Konzerten gehen wird, sondern um sie dem Onkel aus Berlin zu zeigen. ...


Faszination Technik Klub

Erlebe die Welt als Abenteuer

Der Faszination Technik Klub bietet informative und unterhaltsame Veranstaltungen zu unterschiedlichen Technologiebereichen. Ziel ist es, den Klubmitgliedern schon frühzeitig Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung zu geben.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Mützen Müssen

„Ich will meine Müsse!“ ruft Lindgrens Michel aus Lönneberga, denn ohne seine Mütze, die er nur Müsse nennt, ist der Junge einfach nicht komplett. Wer Michel vorliest – und ich möchte mir keine Eltern vorstellen, die das nicht tun - wird bei seinen Kindern unweigerlich auch den Wunsch nach einer Müsse wecken. Müssen gehören dazu. Und dafür gibt es in Hamburg eine besondere Adresse. Ein kleiner, eher unscheinbarer Laden in der Steinstraße, „Mützenmacher“ steht draußen dran. Der Laden ist ohne jeden Schick, die Wände seit Jahrzehnten nicht gestrichen, von Ladeneinrichtung kann man kaum sprechen. Kein spektakulär dekoriertes Schaufenster, keine Leuchtreklame, das braucht es alles nicht. Die Kunden kennen den Mützenmacher, der braucht keine auffälligen Hinweise. ...


Ausflug

Endlos rauf und runter

Ein ganz besonderes Erlebnis für Kinder und Eltern ist die Fahrt mit einem Paternoster. Noch heute sind rund 30 Paternoster in Hamburg in Betrieb, öffentlich zugänglich sind davon 12. Da die Paternoster in der Regel in Bürohäusern oder städtischen Ämtern zu finden sind, richtet sich die Zugänglichkeit nach den Öffnungszeiten dieser Gebäude. Die durchlaufenden Kabinen des Paternosters erinnern an die Perlenschnur eines Rosenkranzes, daher der Name: Paternoster – übersetzt Vaterunser. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Mal eben nach Lübeck


Es hat natürlich Vorteile, wenn man Wochenendausflüge ins Umland mit der Bahn macht. Einerseits Vorteile, die auf der Hand liegen, es gibt z.B. günstige Pauschalangebote wie das Schleswig-Holstein-Ticket und man muss keinen Parkplatz suchen, das versteht sich von selbst. Andererseits aber auch Vorteile, die speziell für Familien mit Kindern gelten. So ist der Zug nach Lübeck ein Doppeldecker, in dem man oben sitzen kann. Falls Sie das nicht als Vorteil verstehen, lassen Sie es sich von Ihren Kindern erklären, die wissen Bescheid und ziehen einen Doppeldeckerzug jederzeit dem total langweiligen Auto vor. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Energiebunker Wilhelmsburg/Deichdiele

Natürlich möchte man sich als Ewachsener nicht an jedem Wochenende nur mit kinderkompatiblen Ausflügen zu Indoorspielplätzen, Freizeitparks und anderen Orten des Grauens beschäftigen. Ab und zu interessiert einen auch selbst etwas. Doch, das kommt vor. Und dann testet man, mehr oder weniger geplant, Ziele auf Kindertauglichkeit, die gar nicht ausdrücklich für Kinder vorgesehen sind. 
Dabei ist es natürlich zweckdienlich, den Kinder vorher irgendeinen Bonus zu verkaufen, irgendetwas in Aussicht zu stellen, das sie motiviert stundenlang hinter einem her zu trotten und sich halbwegs zu benehmen, auch wenn sie einmal nicht im Vordergrund stehen. Etwa ein so sinnvolles und pädagogisch wertvolles Ziel wie Kuchen.


Kinderbühnen

Theater für die Jüngsten

Theater, die ausschließlich für Kinder spielen, sind in der Hansestadt die Ausnahme, meist findet die Kindersparte vornehmlich in der Weihnachtszeit an den etablierten Theatern ihren Platz. Häufiger zeigen freie Theatergruppen ihre Produktionen auf verschiedenen Bühnen und in anderen Kultureinrichtungen – anders scheint es finanziell kaum zu stemmen sein. Allen Risiken zum Trotz, konnte in Eilbek das Fundus Theater endlich eine dauerhafte Bühne finden. Heute setzt sich das ganzjährige Angebot aus Eigenproduktionen und Vorstellungen von Hamburger Gruppen und überregionalen Gästen zusammen. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

In Harry’s Hafenbasar

Wenn man von Harry’s Hafenbasar spricht, dann werden viele Hamburger nostalgisch, denn da war man meist als Kind schon, das gehört für Hamburger oder auch Norddeutsche zu einem seligen Damals. Das gehört zu einer Hamburger Kindheit einfach dazu, dass man irgendwann durch diesen überaus seltsamen Basar gegangen ist. Damals war der Hafenbasar noch in den Kellergewölben bei Harry Rosenberg, der mit seinem Rauschebart an der Kasse saß und der Wächter und Inhaber des Kellerlabyrinths war, in dem sich eine wunderliche Welt auftat. Räume und Gänge, immer noch einer und noch einer, vollgestopft mit den seltsamsten Dingen aus aller Welt. ...


Freie Kindertheaterszene

Hamburger Bühnenflug startet in die nächste Runde

Mit viel Herzblut und Kreativität bringt die freie Kindertheaterszene Hamburgs herausragende Stücke für Kinder und Familien auf die Bühnen großer Hamburger Häuser. Der Startschuss fällt am 26. April mit der freien Truppe Ambrella Figurentheater im beliebten Fundus Theater im Stadtteil Barmbek. Viele der Künstlerinnen sind bereits über die Grenzen von Hamburg hinaus in ganz Deutschland oder sogar international bekannt und beliebt. Auch viele Preise wurden bereits gewonnen. „Alle Mitwirkenden des Hamburger Bühnenflugs sind mit Leidenschaft und Herz bei der Sache. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Planetarium

Vielleicht gehören Sie auch zu den Eltern, die das Planetarium gar nicht kennen? Dann haben Sie vermutlich ein ganz falsches Bild im Kopf, von dem, was man da drinnen erleben kann. Das ist vermutlich interessanter als Sie denken, und nicht nur für Kinder, so viel gleich vorweg. Wir können aber mit der Beschreibung auch weiter vorne anfangen, ganz außen. Denn das Planetarium hat einen Special Effect für Erwachsene, den verstehen Kinder noch nicht recht, der gilt nur für uns. Wenn man an einem späten Winternachmittag aus dem Bus steigt, der in der Nähe des Planetariumturms hält, dann muss man noch ein paar Minuten durch ein zu dieser Zeit menschenleeres Stück vom Stadtpark gehen. Kahle Bäume vor fast nachtschwarzem Himmel, ein nasser Sandweg, verwehte Blätter. Oben ein bleicher Mond hinter jagenden Wolken, hinter einem wird die Stadt allmählich leiser, vor einem dieser freistehende Turm. Dunkel, mächtig. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Theater

Es weihnachtet, da gibt es zuverlässig in jedem Theater der Stadt Stücke für Kinder. Meistens sind es Märchen, manchmal sind es auch andere Geschichten. Manchmal steht eine Altersangabe dran, manchmal nicht – immer aber kann man ganz sicher sein: ein sechsjähriges Kind ist für all diese Stücke im genau richtigen Alter. Im perfekten Alter, im vielleicht sogar einzig richtigen Alter. Alles andere ist nur Annäherung, aber mit sechs, mit sechs Jahren ist alles ganz genau so, wie es im Theater immer schon gemeint war. Wer ein sechsjähriges Kind hat, der muss mit ihm ins Theater gehen. Mit Betonung auf MUSS. ...


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Miniatur Wunderland


Es fängt damit an, dass man sehr viele Menschen sieht, genau genommen sind es aber erst einmal nur sehr viele Rücken. Dicht an dicht, ganze Säle voller Rücken, immer noch ein Rücken und noch ein Rücken. Frauenrücken, Männerrücken, Kinderrücken. Mit Rucksack, ohne Rucksack, mit Kameragurt, ohne Kameragurt. Und dazu hört man ein allgemeines Murmeln, ein dichtgewebtes Stimmengewirr. Die Situation ist etwas widersinnig, obwohl keiner die Komik zu bemerken scheint. Die Menschen starren nämlich alle gebannt auf kleine, auf wirklich winzige Dinge und sagen dazu immer wieder: “Boah, ist das groß.”


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Die sieben Alsterrunden der Hamburger

Es gibt zwei Spaziergänge, die vermutlich sowohl jeder Hamburger Bürger als auch fast jeder Besucher der Stadt absolviert. Man geht ganz selbstverständlich an die Elbe, man geht ebenso selbstverständlich um die Alster. Also um die Außenalster, genau genommen. Über die Elbe habe ich hier bereits geschrieben, wenden wir uns also jetzt der Alster zu.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Maritimen Museum

Das Maritime Museum ist, das sieht man schon von außen, ziemlich groß. Der Kaispeicher B, in dem es untergebracht ist, war vor der Renovierung und neuen Nutzung eine Lagerhalle mit rund 12.000 Quadratmetern, da kann man also schon einiges drin unterbringen. Und das hat man dann auch gemacht. 10 Böden, also Etagen, hat das Museum und wir werden nicht die einzigen Gäste gewesen sein, die sich etwa beim siebten Boden gefragt haben, wie viel Prozent der Besucher wohl jemals ganz oben angekommen sind - wir jedenfalls nicht. Wie man das Museum dennoch erfolgreich besucht, das bedarf vielleicht einer kleinen Anleitung und die gebe ich gleich mal, dann klappt das nämlich auch.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Alten Land

Wir waren mit den Söhnen und noch ein paar anderen Kindern im Alten Land, auf einem Obsthof. Im Alten Land ist gerade Apfelernte, das gehört zu den Ereignissen im Jahresablauf, die man als Hamburger unweigerlich mitbekommt, die Regionalmedien sind verlässlich voll davon. Aber tatsächlich war ich selbst noch nie da, ich kannte das riesige Obstanbaugebiet dort bisher nur vom Umfahren und aus den Zeitungen. Aber am Wochenende unternimmt man als Familie natürlich stets etwas zusammen, und so wurde auch das Alte Land ein Ziel. Mit Kindern lernt man eben eine ganz neue Dimension seiner Heimat kennen, es soll mir recht sein.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Auf dem Michel

Ich habe Sohn II gefragt, was für einen Ausflug er spannend finden würde. Er hat ohne zu zögern etliche Vorschläge aufgezählt, für seine Verhältnisse war er sogar ganz ungewöhnlich kooperativ und für einen Vierjährigen auch verblüffend kenntnisreich. Dummerweise bezogen sich aber seine sämtlichen Vorschläge auf Eisdielen, Kioske mit Eisverkauf und Supermärkte mit Eis in den Tiefkühltheken. Das klang alles nicht so, als könnte daraus Stoff für eine Kolumne werden, in der es um Hamburger Attraktionen gehen soll. Also habe ich selbst angefangen, mögliche Ziele aufzuzählen, die an dieser Stelle bisher nicht vorkamen. Museen, Wildparks vor Hamburg, Spielplätze, Bauernhöfe am Stadtrand, Tretbootverleihstationen, Schwimmbäder. Der Sohn hörte interessiert zu und fragte, wo es denn da Eis gäbe. So ein langer Sommer hinterlässt eben doch Spuren in den Seelen der Kinder.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Automuseum Prototyp

Erst als meine Söhne mich immer öfter nach den Autos am Straßenrand fragten, habe ich gemerkt, dass ich die oft nicht unterscheiden kann. Da ich mich für Autos nicht interessiere und auch nicht dauernd welche kaufe, habe ich seit Jahren nicht mehr auf Marken und Typen geachtet. Aber die Kinder fragen und fragen, da sieht man dann einmal nach. Ein Blick aufs Logo, okay, ein VW. Da, ein Ford. Das ist ein Dings, na, Hyundai, ach guck. Ich habe gemerkt, dass ich Autos, besonders Kleinwagen, auch nach genauerem Hinsehen kaum unterscheiden kann. Dass Logo erklärt mir die Herkunft, aber nicht die Form. Auch die Söhne sehen nicht auf die Karosserie, sie sehen auf den Schriftzug oder das Tiersymbol, dann wissen sie Bescheid. Und ich stehe daneben und murmele etwas wie “Früher war alles unterscheidbarer. Eine Ente sah nicht aus wie ein R4, ein Panda war kein Käfer.” Die Söhne sehen mich fragend an und wollen wissen, wieso Papa jetzt plötzlich von Tieren redet.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Grasbrookpark

Nicht jeder Hamburger ist ein enthusiastischer Freund der Hafencity. Es gibt einiges, was man an dem neuen Gebiet der Stadt nicht unbedingt mögen muss. Die Würfel- und Glas-Architektur, die Eventlastigkeit der Freiflächen, das immer noch nicht aufgeblühte Stadtleben. Die unzähligen Spinnen an den Fassaden, die umweltverpestenden Kreuzfahrtschiffe, den Geruch des Schiffsdiesels, die Mietpreise, die seltsam eng stehenden Häuser - und immer so weiter. Wenn man im Freundeskreis über die Hafencity spricht, sind nur wenige begeistert und sehr viele kritisch bis heftig abwertend, der neue Stadtteil hat es wirklich nicht leicht bei den Hamburgern. So geht es den Neuen natürlich immer und überall, sie brauchen eine Weile, bis sie sich eingelebt haben. Warum sollte es Stadtteilen besser gehen als Menschen.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

In Hagenbecks Tierpark

Man war bei Hagenbeck oder bei Hagenbecks. Oder einfach im Zoo. Man geht nach Hagenbeck, zu Hagenbeck, in den Zoo oder in Hagenbecks Tierpark. Oder in den Tierpark Hagenbeck? Da sind sich die Hamburger nicht einig, das geht alles durcheinander. Klar ist nur, wenn man Kinder hat, dann geht man da selbstverständlich ein- bis zweimal im Jahr hin. Seit es das neue Tropenaquarium gibt, kann man im Sommer in den offenen Park, im Winter ins geheizte Troparium gehen, das ist einfach und leicht zu merken und gibt dem Jahr Struktur. “Der Sommer ist nicht um, wir waren noch nicht bei Hagenbeck.”


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Auf der igs

Auf der igs geht es da um Gärten, und was interessieren mich schon Gärten? Genau, Gärten interessieren mich rein gar nicht. Gärten sind eben da, irgendwer macht immer irgendwo Gärten. Ab und zu sehen sie ganz nett aus, oft aber auch nicht, ich nehme beide Phänomene im Stadtbild mit größter Gelassenheit und Toleranz zur Kenntnis. Ich würde aber ganz sicher nicht in eine Ausstellung gehen, um mir Gärten anzusehen.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Schlagermove

Der Schlagermove ist eine Einrichtung, die bekanntlich die Stadt spaltet wie kaum eine andere. Hier das tanzwütige Partyvolk, das unter Zuhilfenahme von nicht eben wenig Alkohol in bemerkenswert enthemmtem Zustand und seltsamer Gewandung ein paar Stunden lang auf den Straßen und Plätzen von Sankt Pauli lautgrölend und hüpfend feiern möchte, bis gar nichts mehr geht, dort die verständlicherweise schwer genervten Anwohner, denen Tausende vor die Türen pinkeln und die mit ihren Wohnungen, man kann es leicht nachvollziehen, nicht immer wieder als Dekoration für eine komplett außer Rand und Band geratene Eventmeile herhalten möchten. Dort aber auch die Coolen, die alte Schlagermusik nicht ertragen, die Genervten, die Menschenmassen nicht ertragen, die Nüchternen, die Spaß nicht vertragen und immer so weiter.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Walk like a tourist

Es sieht aus wie Sommer, es riecht wie Sommer, es fühlt sich sogar an wie Sommer, da kann man also ruhig einmal rausgehen. So richtig, unter freien Himmel. Die Museen laufen einem nicht weg, die warten geduldig, aber die Elbe, die läuft weg. Unentwegt läuft die weg, und dabei kann man ihr ja mal zusehen. Deswegen habe ich gemacht, was man als Hamburger gar nicht so häufig macht, ich war an den Landungsbrücken, im Museumshafen und am Elbstrand. Das ist ein Touristenprogramm wie aus jedem beliebigen Reiseführer, das machen sie alle, deswegen ist es eine sensationell dumme Idee, das am Freitagnachmittag bei strahlend blauem Himmel zu machen, Aber das ging leider nicht anders.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Altonaer Museum 


Es ist gar nicht lange her, dass der Hamburger Senat das Altonaer Museum fast geschlossen hätte. Hat er aber dann doch nicht. Es gab eine Menge Gegenwind in der Kulturszene der Stadt, es gab empörte Bürger und es gab wütende Presse. Und dann gab es eine umfassende Renovierung des Hauses und nun hat es wieder auf und es ist nach wie vor, das wissen verblüffend viele Eltern in Hamburg gar nicht, eines der kinderfreundlichsten Museen der Stadt. Das Lieblingsmuseum meiner Söhne, da gibt es gar nichts zu verhandeln. Und man kann das auch ganz gut erklären, warum das so ist, denn im Altonaer Museum werden ein paar Sachen für Kinder genau richtig gemacht. Ich war gerade mit einer Horde Kinder da, von zwei bis sechs Jahren alt und keines der Kinder hat sich gelangweilt.


Kinderspielplätze

Raus an die frische Luft

Über ganz Hamburg verteilt gibt es etwa 740 Spielplätze. Eine beeindruckende Zahl. Nur leider kann man auf viele keine Kinder zum Spielen schicken. Hundekot, verschmutzte Böden und verrostetes, kaputtes Spielgerät. Damit Eltern und Kindern eine böse Überraschung erspart wird, hier einige Empfehlungen:


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Im Wildpark Schwarze Berge

Wir waren im Wildpark Schwarze Berge, das ist eine der Attraktionen im Süden Hamburgs, also auf dieser anderen Elbseite da. Wenn man mit dem Auto zum Wildpark fährt, kann man quer durch den Hafen fahren, sogar über die Köhlbrandbrücke. Dann ist die Aussicht auf der Fahrt schon das erste Highlight des Tages. So etwas sieht man als Hamburger ja sonst gar nicht, das ist schließlich eher etwas für Touristen - aber es ist dann doch einmal ganz schön. Man merkt wieder, wie viel Fläche der Hafen braucht, wie viel Logistik da hinten an der Elbe dran hängt, wie viel Industrie und Gewerbe da in der Gegend herumsteht....


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Es war einmal

Theater, das kannten beide Söhne bisher noch gar nicht. Also abgesehen von irgendwelchen Kasperle-Aufführungen in der Kirchengemeinde oder so. Und abgesehen von dem, was sie selbst mal in der Kita einstudiert haben. Und natürlich abgesehen von den dadaistischen Stücken, die sie selbst im Kinderzimmer inszenieren. Stücke, bei denen man dann als Erwachsener einen horrenden Eintritt zahlen muss und bei denen man so gut wie nichts geboten bekommt, was irgendwie Sinn ergäbe.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Wie man richtig zum Dom geht

Wenn man erwachsen wird, dann verlernt man es in der Regel irgendwann, richtig zum Dom zu gehen. Man geht vielleicht dennoch hin, man macht dabei aber alles falsch und hat dann gar keinen Spaß mehr dabei. Man steht vor einer Wurstbude und fragt sich, ob die Wurst vor drei Jahren nicht noch billiger war und wie viel noch einmal genau? Man fragt sich, was die Champignons heutzutage im Kilo kosten und wieso man dann für diese kleine Schüssel da ein paar Euro bezahlen soll. Man steht vor einer Achterbahn und fragt sich, wie mühsam wohl der Aufbau war und denkt daran, dass man die in einer Woche schon wieder abbauen muss, was ist das denn bitte für ein Beruf. ...


Rabauken-Club

Volles Programm bei den St.-Pauli-Kids

Sie sind die jüngsten St. Pauli-Fans und bekennen sich schon in jungen Jahren zu den Kiezkickern: Die Rabauken. Dazu gehört der Kids-Club des Hamburger Zweitligisten, der seit seiner Gründung im Dezember 2010 rund 600 kleine St.-Pauli-Fans zwischen 1 und 13 Jahren zu seinen Mitgliedern zählt. Im Mittelpunkt stehen die Spieltage aber auch Auswärtsfahrten oder Dombesuche. Neben dem Kids-Club bieten die Rabauken in ihrer Fußballschule zudem verschiedene Camps an. Diese werden im Millerntor-Stadion oder bei einem der Kooperationsvereine durchgeführt. Ab 2013 gibt es insgesamt 56 Clubs, bei denen Camps mit dem FC St. Pauli veranstaltet werden. Wer seinen Urlaub mit den Rabauken erleben will, kann dies ebenfalls tun. Es werden Urlaubsreisen auf Fehmarn oder im österreichischen Ellmau für die Kinder und Jugendlichen angeboten. Darüber hinaus haben die Kinder bei den Rabauken auch die Möglichkeit, ihren Geburtstag zu feiern. Die Party steigt im Millerntor-Stadion.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Plastik, Pixar, Piano - Im Museum für Kunst und Gewerbe



Bevor ich ihn in ein Museum locken kann, muss ich dem Sohn erst erklären, was es da zu sehen gibt, wir haben da allmählich etwas Routine. Außerdem wünscht er zur Vorbereitung jeweils die Homepage des Museums zu sehen, darauf kommt man heutzutage auch mit fünf Jahren schon. Die überzeugt ihn aber nicht, die ist nur etwas für Erwachsene. Ich erkläre ihm, dass es im Museum für Kunst und Gewerbe gerade eine Sonderausstellung zum Thema Plastikmüll gibt, außerdem noch eine zu Pixar, der Firma mit den ganzen Trickfilmen. Ratatouille, den Film kennt er, das müsste ihn doch eigentlich interessieren, nicht wahr. Der Sohn hält das mit dem Müll erst einmal für einen Witz und fragt, ob da im Museum auch die Filme von Pixar gezeigt werden? Cars und so? Nein? Ach. Nur die Zeichnungen dazu. Hm. Was das denn soll? 




Verkehrsübungsplatz

Hier erfahren Kinder jede Menge Spaß

Auf dem 6000 m² großen Verkehrsübungsplatz in Rahlstedt haben Kinder garantiert wieder jede Menge Spaß. Wo sonst haben sie die Gelegenheit, sich selbst ans Steuer zu setzen? Tolle Mini-Autos wie Jeeps, Oldtimer und natürlich schnittige Sportwagen können nach einer kurzen Einweisung von den Junior-Fahrern durch die authentisch nachgebauten Straßen gesteuert werden. Für ihre Sicherheit ist gesorgt, denn neben dem Schutz durch Helm und Sicherheitsgurt fahren die Mini-Cars nicht schneller als 15 bis 20 km/h. Für alle Kinder ab 7 Jahren, die mal kontrolliert Gas geben wollen.


Kindergeburtstage

Was Museen zu bieten haben

Für Kinder, die an ihrem Geburtstag mit ihren Gästen gern etwas Besonderes unternehmen möchten, bieten die Hamburger Museen eine Vielzahl an attraktiven Angeboten. Viele laden zu fantasievollen Geburtstagspartys zu unterschiedlichen Themen ein. Das Spektrum reicht vom Erwerb des „Kleinen Hafenpatents“ im Hafenmuseum, wo die Geburtstagsrunde nach dem Bau eigener Holzschiffe anhand der Hafenkarte die Fahrrinnen der Elbe und die Verkehrsregeln entschlüsselt, bis zur großen Piratenparty im Museum für Völkerkunde, wo die Abenteurer sich auf die Suche nach dem glitzernden Schatz machen und dabei sogar ihre Angst vor dem Drachen besiegen.


Kolumne von Maximilian Buddenbohm



Sankt Pauli gegen Deutschland. Oder so.



Es gibt viele Themen, die mich nicht interessieren, etwa Makramee oder Sudokus. Es gibt auch Themen, die mich noch weniger interessieren, etwa Goldfischzucht oder Briefmarken. Und es gibt, noch etwas darunter, Fußball. In der Regel überträgt man als Vater seine Neigungen mehr oder weniger erfolgreich auf die Kinder, wenn man sich selbst zum Beispiel für Musik begeistert, dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die Kinder sich auch irgendwann dafür erwärmen können. Wenn man sich aber nicht für Basketball interessiert, dann wird Basketball den Kindern ziemlich sicher auch nicht spannend erscheinen, so weit, so einfach. Bei Fußball ist das aber leider ganz anders, denn kleine Jungs interessieren sich geradezu zwingend für Fußball, auch wenn der Vater noch so ein durchtrainierter Ignorant ist. Fußball, das ahnt das Kind schon früh, ist ein Männermythos, eine wahnsinnig wichtige Sache, ein geheimnisvolles, geradezu magisches Phänomen, ein Mitmachding für Große, ein Mitmachding für Jungs. Mit Fußball gehört man dazu, mit Fußball ist man normal. Fußball muss einfach. Deswegen geht man als Vater mit seinem Sohn irgendwann ins Stadion. Klare Sache. In diesem Fall ans Millerntor. 




Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Wie ich einmal im Museum für Völkerkunde war, wo der Affe Kleingeld brauchte, aber nur einen leeren Topf hatte



Das Museum für Völkerkunde nennt Sohn I hartnäckig Museum der Völkerstunde. Das macht auch nichts, das klingt ja auch gut und wenn man erst fünf Jahre alt ist, dann sagen einem sowieso beide Begriffe überhaupt nichts. Irgendwas mit Völkern eben, was auch immer das sein mag. Völker, das sind die anderen, reimt er sich zusammen, die sind nicht von hier. Wir sind auch ein Volk, sage ich, aber wir leben ja noch, sagt der Sohn, deswegen kommen wir nicht ins Museum. Oder nur als Gast. Es ist kompliziert. Ich konnte im Vorwege damit punkten, dass da ein mongolisches Zelt aufgebaut sei, denn daran konnte ich mich noch ganz dunkel vom letzten Besuch erinnern und deswegen kam Sohn I dann überhaupt mit. Ein mongolisches Zelt, vielleicht sogar das von Dschinghis Khan, das sieht man immerhin nicht jeden Tag. Das Zelt haben wir allerdings gar nicht gefunden, vielleicht gibt es das auch gar nicht mehr, aber das Kind war dann eh zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, um noch dauernd an Steppenfürsten zu denken.




Kolumne von Maximilian Buddenbohm

Lego-Zeitreise – eine Ausstellung im Hamburger Helms-Museum

Lego-Zeitreise – eine Ausstellung im Hamburger Helms-Museum Das Archäologische Museum Hamburg (Helms-Museum) ist in Harburg, also in einer Gegend, mit der der nordelbische Mensch normalerweise eher wenig Berührung hat. Immer wieder erstaunlich, wie dicht das an Hamburg ist, dieser Ortsteil mit dem abweichenden Buchstaben, nur ein paar Stationen mit der S-Bahn, schon ist man weit im Süden, also auf der anderen Elbseite, wo die Tage länger sind. Kann man ruhig mal machen. „Wegen des großen Erfolges verlängert“, steht auf den Ausstellungsplakaten, und zwar bis 05. Mai. Da hätten wir uns also mit dem Besuch gar nicht beeilen müssen, wenn wir das denn vorher gelesen hätten, aber egal. Nun waren wir da, weil wir dachten, die Ausstellung endet in Kürze, und das dachten wohl ziemlich viele andere Menschen auch, jedenfalls war das Museum üppig voll. Für ein archäologisches Museum sicherlich unüblich voll. Die Sonderausstellung besteht aus ...